Liebe Leserinnen und Leser, das Titelbild lädt zum Beginn der Jubiläumsveranstaltungen in der Peterskirche ein: Am 17. September, dem Tag der Grundsteinlegung 1882, wird eine Ausstellung eröffnet „Ein Stück von mir... Eine Kirche biografiert sich selbst“.
Eine Reihe von Ausstellungsstücken kommt von Menschen aus der Petersgemeinde, die gleichzeitig darüber berichten, was ihnen ihr Ausstellungsstück bedeutet. Denn begleitend zur Ausstellung soll ein Buch erscheinen, bei dem in persönlichen Geschichten Geschichte ganz lebendig wird.
Kleine Episoden, biografische Notizen und altersweise Überblicke fundieren darin den Blick auf das Bemühen von Mitarbeitern und Gemeindegliedern in den vergangenen Jahrzehnten, das Leben als christliche Gemeinde glaubwürdig zu gestalten.
Ich lade Sie herzlich ein, sich von der Ausstellung und ihren Botschaften überraschen zu lassen – denn was wir heute als Geschichte betrachten, bekommt durchaus auch schnell aktuelle Bezüge.
Die 125. Kirchweihe schaut aber nicht nur zurück, sie ist auch Anlass, fröhlich in der Gegenwart zu feiern und zu schauen, was heute denn dran ist: Freuen dürfen Sie sich auf die Freitag-Abende zwischen dem 17. September und dem 27. Dezember mit vielen Höhepunkten. Die Bethlehemgemeinde gestaltet einen der Abende für die Schwester(gemeinde) und gleichzeitig „Enkelin“ der Petersgemeinde.
Voraussichtlich im Oktober erscheint der Jahresband des Landesamtes für Denkmalpflege, in diesem Jahr vollständig der Peterskirche und ihrer Bedeutung gewidmet. Und zum dritten ist eine Sammlung von solchen Texten zur Geschichte und zum Leben der Peterskirche in Vorbereitung, die im Lauf der zwölfeinhalb Jahrzehnte an unterschiedlichen Stellen bereits erschienen oder neu erarbeitet wurden.
All diese Aktivitäten haben bereits bis jetzt ein hohes Maß an Engagement bei denjenigen erfordert, die die Durchführung haupt- aber vor allem ehrenamtlich verantworten. Ihnen danke ich von ganzem Herzen und wünsche mir, dass Ihr Kommen diese Bemühungen belohnt.
„Vor dem Jubiläum“ weist aber auch schon auf „Nach dem Jubiläum“ hin: Unsere beiden Kirchgemeinden arbeiten schön länger an Überlegungen für die Zukunft und sind dabei auch auf neue Arbeitsfelder gestoßen, die wir gemeinsam ausfüllen wollen. Derzeit ist eine Projektstelle im Bereich der Jugendarbeit genehmigt worden, die einen ganz neuen Akzent setzen soll und gleichzeitig eine vielleicht weiterführende Arbeit vorbereiten kann.
So entsteht vielleicht etwas Neues, etwas, was der Zeit entspringt und sie wiederum prägt. So sind beide Jubiläen – die Peterskirche in diesem und die Bethlehemgemeinde im nächsten Jahr – eingebettet in den lebendigen Aufbruch, ohne den Geschichte und ihre Botschaften verstauben.
Einen sonnigen Herbst und viel Freude beim Besuch unserer Ausstellung und unserer Veranstaltungen wünscht Ihnen von Herzen
Ihr Pfarrer Johannes Toaspern
