1915 — 1917: Curt Dehne (*1882, †?)

Curt Dehne wird am 4. Dezember 1882 in Döbeln als Kaufmannssohn geboren. Er besucht das örtliche Gymnasium und erhält am 1901 sein Reifezeugnis. Ein Jahr später absolviert er die Ergänzungsprüfung an der Kreuzschule Dresden.

Von 1902 bis 1907 studiert er Theologie und Philosophie in Leipzig und wird 1907 zunächst Hilfsgeistlicher und 1909 dann Diakonus an der Taborkirche Leipzig-Kleinzschocher.

Im Ersten Weltkrieg ist er als "dauernd untauglich" gemustert und ab Oktober 1914 als Lazarettgeistlicher in Leipzig-Connewitz tätig. Er wirkt zudem seit April 1915 als zweiter Diakonus an der Peterskirche Leipzig. 1917 wird er vom Dienst suspendiert und legt er sein geistliches Amt nieder.

Bereits seit 1912 arbeitet Curt Dehne im Nebenberuf als Lehrer an der Barthschen Privatrealschule zu Leipzig und später an der Dr. Härtels Paedagogium Privatrealschule in Bad Sachsa (1917-1920). Eine Lehramtsprüfung für höhere Schulen im Fach Religion, deutscher sowie hebräischer Sprache legt er 1920 nach Studium in Halle ab. Im Anschluss besucht er das Lehrerseminar in Eisleben und besteht die Assessorenprüfung an der Städtischen Oberrealschule. Curt Dehne wird zunächst der Oberrealschule in Halle zugewiesen und als Studienassessor 1925 an das Reform-Realgymnasium Magdeburg versetzt. Im Jahr 1926 reicht er seine Inaugural-Dissertation ein. 1929 wird er Studienrat am Dom- und Klostergymnasium Magdeburg. Ab dem Jahr 1933 ist er am Gymnasium Wittenberg beschäftigt und geht bereits 1934 in den Ruhestand.

Bibliographie

Leipziger Schulandachten: Gehalten an der Barthschen Privatrealschule zu Leipzig und zur 50 jährigen Jubelfeier der Anstalt. mit: Rudolf Franz Merkel. Leipzig, Verlag Friedrich Jansa, 1913. 112 Seiten.

Sonnenschein in der Kreuzschule: Ein Trostwort für Kreuzträger. Leipzig, Verlag Eger, 1914. 14 Seiten.

Gottes Stimme im Sturm: Heimat für Heimatlose! : Kriegspredigt über Joh. 14, 1-6 am 27. September 1914 gehalten in der Taborkirche zu Leipzig-Kleinzschocher. Leipzig, Verlag Eger, 1914. 16 Seiten.

Eiserne Passion: Kriegspredigten für Passion und Ostern. Leipzig, Verlag Eger, 1915. 67 Seiten.

Welche hörbaren Ausdrucksmittel wenden ausgewählte Meistersprecher an zur Auswertung des Hamlet-Monologes "Sein oder Nichtsein"?. Inaugural-Dissertation. Halle-Wittenberg, Verlag Jung, 1926. 56 Seiten.