1904 — 1920: Paul Johannes Eckardt (*1861, †1920)

Johannes Eckardt wird 1861 als Sohn des Pfarrers Carl Moritz Eckardt und von Anna Eckardt, geb. Klotz in Lichtenstein (Sachsen) geboren. Er hat drei Halbgeschwister infolge zweifacher Verwittwung des Vaters. 

Er besucht das Gymnasium in Chemnitz und schließt 1881 mit Reifezeugnis ab. Anschließend leistet er seinen Militärdienst und nimmt dann sein Theologiestudium in Leipzig und Erlangen auf, welches er 1885 abschließt.

Von 1885 bis 1887 ist er Oberlehrer im Rauhen Hause bei Hamburg. Im März des Jahres wird er Hilfsgeistlicher in Gablenz bei Crimmitzschau und bereits widerum im Juli Hilfsgeistlicher an der Johanniskirche Leipzig.

Johannes Eckardt heiratet 1889 die Pastorentochter Elisabeth, geb. Große aus Breunsdorf. Mit ihr hat er zwei Kinder: Moritz Johannes (Hans) und Käte. Hans wird ebenfalls Pfarrer. Käte heiratet den Theologen Hans Preuß.

1890 wird Johannes Eckardt als zweiter Diakonus an die Peterskirche berufen. 1904 rückt er auf die Stelle des ersten Diakonus auf und wird schließlich 1911 Archidiakonus.

Johannes Eckardt stirbt am 1. Juli 1920.

Bibliographie

Worte der Erinnerung und des Trostes am Sarge des am 20. Juni 1888 entschlafenen Domherrn Prof. Dr. Kahnis. mit: Hölscher, Luthardt, Beyer, Thiele, Fricke, Delitzsch. Leipzig, Verlag Dörfflein, 1888. 35 Seiten.

Kriegspredigt über Matth. 13, 33: "Deutsches Volk, Sauerteig zu sein unter den andern Völkern, das ist deines Gottes Wille über dir". Leipzig, Verlag Eger, 1914. 14 Seiten.

25 Jahre christl. Verein junger Männer (ev. Jünglingsverein) der Petersgemeinde zu Leipzig, 1890-1915, zugleich ein Stück Geschichte der Petersgemeinde selber. Leipzig, 1915. 15 Seiten.

Wundervoller Blick vom Kreuzeshügel, Karfreitagspredigt, und Die Osterglocken läuten, Osterpredigt, geh. im Kriegsjahre 1916. Leipzig, Verlag Eger, 1916. 19 Seiten.

Der Aufbau der evangelischen Jungmännervereine nach der Heimkehr ihrer Kriegsteilnehmer. In: Neues Sächsisches Kirchenblatt, 25. Jg, Nr. 30, 28. Juli 1918.

Das Kriegsopfer der Frau. In: Leipziger Kirchenblatt, 5. Jg, Nr. 50, 15. September 1918.

Paul Johannes Eckardt

Paul Johannes Eckardt

Paul Johannes Eckardt, Pastor zu St. Petri. 

aus:
Leipziger Geistlichen-Serie.
Verlag: L. Pernitzsch, Kunsthandlung, Leipzig.