1921 — 1926: Hermann Theodor Walter Kötzschke (*1873, †1939)

Walter Kötzschke wird am 27. Oktober 1873 als Sohn des Königlichen Kammermusiker Carl Hermann Kötzschke und seiner Mutter Amalie Isidora, geb. Worm, in Dresden geboren. Seine älteren Brüder sind die Historiker Karl Rudolf (*1867) und Paul Richard (*1869) Kötzschke sowie der Organist und Komponist Hanns (eigentlich: Johannes) Kötzschke (*1870).

Walter Kötzschke besucht erst das Realgymnasium Müller-Sellinek und dann das Kreuzgymnasium in Dresden. Anschließend studiert er von 1892 bis 1896 Theologie und Philosophie an der Universität Leipzig. 1896 beginnt er als Lehrer am Ehrlichschen Gestift in Dresden, ab 1897 arbeitet er als Realschullehrer in Pirna. Walter Kötzschke übernimmt 1900 die Stelle des Diakonus in Olbernhau im Erzgebirge. Hier werden seine Kinder Ilse, Stefan und Johannes geboren werden.

Er hat ab 1906 die Pfarrstelle in Pfaffroda inne und wechselt 1909 als Archidiakonus an die St. Johanniskirche und das St. Jokobhospital in Zittau. Von dort aus geht er im Jahr 1920 an die Peterskirche Leipzig. Hier hat er zunächst die fünfte Pfarrstelle inne und rückt 1925 auf die vierte auf, ehe er 1926 als Oberpfarrer nach Reichenbach im Vogtland wechselt.

Walter Kötzschke stirbt am 21. Januar 1939.

Bibliographie

Zur Fürsorge für die männliche gewerbliche Jugend. Alte und neue Wege. Vortrag. Dresden, Komm. Verl. d. Verbandsbuchh., 1902. 12 Seiten.

Zur Neubelebung der Jugendgottesdienste : [kirchliche Unterredungen]. Dresden, Verlag Olbernhau, 1903.

Die Kirche und die ihr entfremdeten Arbeitermassen : Werbeschrift f. d. Sächs. Evang.-soziale Vereinigung. Dresden, Verlag C. Ludwig Ungelenk, 1910. 55 Seiten.

Karl Julius Klemm D. theol., Pastor primarius in Zittau von 1832 bis 1874 : Ein Beitrag z. Kirchen- u. Kulturgeschichte Zittaus im 19. Jh.. In: Sammlung von Lebensbildern hervorragender Zittauer; Bd. 1. Zittau, Verlag Emil Olivas Buchhandlung (Arthur Graun), 1915. 195 Seiten.

Tierschutzpredigt über Römer 8, V. 18-23, gehalten am 15. Juni 1920 abds. 6 Uhr in d. Dreifaltigkeitskirche zu Zittau. Zittau, Verlag W. Böhm, 1920. 8 Seiten.

Magister Johann Christian Limprecht, Goethes Stubennachbar in der (Feuerkugel) zu Leipzig 1765-1678, ein Grimmaer Stadtkind. In: Unsere Kirche : Monatsblatt der Kirchgemeinde Grimma, Bd. 2. Grimma, Verlag Bode, 1926. 4 Seiten.

Predigt über Ev. Joh. 20, Vers 19-23, geh. zur Helferfreiheit in Lausick am Sonntag Quasimodogeniti, d. 24. Apr. 1927, in d. Kirche zu Lausick. In: Schriften des Helferverbandes Leipziger Kirchengemeinden; H. 2. Leipzig. Verlag M. Heinsius Nachf., 1927. 15 Seiten.

Das Leben des Kandidaten der Theologie Johann Christian Limprecht. In: Beiträge zur Sächs. Kirchengeschichte, H. 36. Dresden, Verlag C. Ludwig Ungelenk, 1927. Auch als Sonderdruck. 12 Seiten.

Goethe als Student in Leipzig - in religiöser Beziehung. In: Das Jahr des Herrn: Kalender für die evangelischen Gemeinden Leipzigs 2. Jg. Leipzig, Verlag Deutscher evangelischer Gemeindetag, 1926. 7 Seiten.

Sechs Entwürfe für Jugendgottesdienste mit der konfirmierten Jugend. In: Dienet einander. Leipzig, Verlag Strübig, 1929. 16 Seiten.

Predigt über Luc. 2, 14a bei der Feier der Weihe der erneuerten Silbermannorgel der Peter-Paul-Kirche in Reichenbach i. Vogtl. Geh. am 11. Dez 1927. In: Dienet einander! Jg. 34. 1929, H. 2. Leipzig, Verlag Strübig, 1929. 4 Seiten.

Lic. theol. W. Kötzschke

von:
Atelier M. Scheinfuß, Reichenbach i. V.