1887 — 1890: Alexis Schumann (*1849, † 1931)

Alexis Schumann wird am 18. September 1849 als Sohn eines Apothekers in Pösneck (Sachsen-Meiningen) geboren. Er besucht von 1862-1867 das Nikolaigymnasium in Leipzig. Sodann studiert Alexis Schumann von 1868-1872 Theologie an der Universität Leipzig. Anschließend arbeitet er ab 1873 als wissenschaftlicher Lehrer an der städtischen höheren Töchterschule in Krefeld.

Alexis Schumann heiratet Helene Marie, geb. Marx, aus Kleinwelka.

1877 wird er Pfarrer in Beiersdorf bei Löbau. Dort gründet er eine Volksbibliothek und einen Frauenverein. Bereits 1878 wechselt Alexis Schumann auf die Stelle des Oberpfarrers in Waldenburg (Sachsen). 

1885 wird er erster Diakonus, 1887 Archidiakonus an der Peterskirche Leipzig — ehe er 1890 zum ersten Pfarrer der von der Peterskirchen-Parochie abgespaltenen neuen Andreasgemeinde berufen wird.

1913 geht er in den Ruhestand.

Alexis Schumann stirbt am 24. März 1931 in Bühlau (Dresden). Unmittelbar nach seinem Tod wird der Platz auf dem die Andreaskirche erbaut wurde nach ihm benannt (Alexis-Schumann-Platz).

Bibliographie

Raimundus von Sabunde und der ethische Gehalt seiner Naturtheologie, Inaugural-Dissertation. Crefeld, Verlag Kramer & Baum, 1875. 37 Seiten

Der weltgeschichtliche Entwicklungsprozess in seinen Hauptmomenten nach dem Lehrsystem des Apostels Paulus : eine biblisch-theologische Studie. Crefeld, Verlag Kramer & Baum, 1875. 47 Seiten

Festpreuss zu der Doppelfeier des silbernen Ehe-Jubiläums des Otto Friedich und Pamela von Schönburg-Waldenburg. 1880.

Alexander Vinet. Ausgewählte Predigten und Reden: Mit einer einleitenden Monographie. In: Die Predigt der Kirche, Band 12. Leipzig, Verlag Richter, 1890. 144 Seiten.

Ein Frühlingsausflug auf Vinets Spuren. Die christliche Welt, 1891.

Drei Hammerschläge auf den Grundstein der Andreaskirche. Weihrede (Phil. 1, 6) bei der Grundsteinlegung, 4. October 1891 (nach Beschluß des Kirchenvorstandes zum Besten der inneren Ausstattung), mit Abbildung der Kirche. Leipzig, 1891.

Die Andreasgemeinde in Leipzig im ersten Jahrzehnt ihres Bestehens 1890 - 1900: Erinnerungsblätter, zugleich als Beitrag zur Geschichte des kirchlichen Lebens in Leipzig. Leipzig, Metzger & Wittig, 1900. 35 Seiten.

Alexander Vinet, sein Leben, seine Gedankenwelt, seine Bedeutung. Leipzig, Verlag J. C. Hinrichs, 1907. 215 Seiten.

Unsere kirchliche Lage: Gegenwart und Zukunft: Freimütige Betrachtungen. Leipzig, Verlag J. C. Hinrichs, 1907. 56 Seiten.

Paulus an Philemon: Betrachtungen zur Einführung in ein tieferes Verständnis des kleinsten Paulusbriefes und in die soziale Gedankenwelt des Neuen Testaments. Leipzig, Verlag J.C. Hinrichs, 1908. 122 Seiten.

Der Kindergottesdienst in seiner gesteigerten Bedeutung für Gegenwart und Zukunft der evangelischen Kirche. Leipzig, Verlag J. C. Hinrichs, 1909. 54 Seiten.

Vom Wege des Lebens. Lieder und Sprüche. Leipzig, Verlag Metzger & Wittig, 1912 (als Manuskript gedruckt).

Evangelisches Gemeindeleben : Zur Einführung und Anregung. Leipzig, Verlag Paul Eger, 1913. 63 Seiten.

Dr. ph. Alexis Schumann, Pfarrer an St. Andreas.

aus:
Leipziger Geistlichen-Serie.
Verlag: L. Pernitzsch, Kunsthandlung, Leipzig.