1885 — 1911: Friedrich Johann Karl Oskar Sell (*1857, †1923)

Oskar Sell wird am 20. November 1857 in Meiningen als Sohn von Wilhelm Sell, Hofgärtner von Herzog Georg II. von Sachsen-Meiningen, und seiner Mutter Amalie Sell, geb. Buttmann, geboren. Er besucht bis 1877 das Gymnasium Bernhardinum in Meiningen und nimmt dann sein Theologiestudium in Leipzig auf.

Nach 1880 bestandener theologischer Kandidatenprüfung wird er als Hilfslehrer am Leipziger Nikolaigymnasium (Religion, Französisch und Deutsch) und der Höheren Töchterschule von Steiner und Reinhold tätig.

Seit 1882 ist er zudem Hilfsgeistlicher. 1885 geht er als Oberhelfer an das Rauhe Haus in Hamburg und wird aber noch im selben Jahr zunächst zum zweiten, 1887 zum ersten und 1890 zum Archidiakonus an der Peterskirche Leipzig berufen.  

Im Jahr 1986 wird er in das Direktorium des Armenamtes der Stadt Leipzig gewählt. Nach Ausscheiden aus dem kirchlichen Dienst wird er 1911 dessen erster Direktor und bleibt dies bis kurz vor seinem Tod im Jahr 1923.

Bibliographie

Die Leipziger Petitionen an die Landessynode. Neues Sächsisches Kirchenblatt. 1896.

Ueber den Synodalerlaß Nr. 5. Neues Sächsisches Kirchenblatt. 1897.

Behandlung erwerbsbeschränkter und erwerbsunfähiger Wanderarmen. Mitbericht. Leipzig, Verlag Duncker & Humblot. 1908. 75 Seiten.

Einzelnachweise

Direktor Oskar Sell. in: Das Jahr des Herrn. 1925. Kirchliches Jahrbuch für die evangelischen Gemeinden Leipzigs. Leipzig, Deutscher evangelischer Gemeindetag - Ortsgruppe Leipzig, 1925. S. 53-54.

Friedrich Oskar Sell, Pastor zu St. Petri

aus:
Leipziger Geistlichen-Serie.
Verlag: L. Pernitzsch, Kunsthandlung, Leipzig.

Oskar Sell

in: Das Jahr des Herrn. 1925. Kirchliches Jahrbuch für die evangelischen Gemeinden Leipzigs. Leipzig, Deutscher evangelischer Gemeindetag - Ortsgruppe Leipzig, 1925.